Pressespiegel – 2013

Ein Drittel der Halle steht unter Wasser

Veröffentlicht am 10. Sep 2013

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Handballszene: Aufgrund des starken Regens am Samstagabend kommt es fast zum Turnierausfall

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Hoch, höher, Tor: Die weibliche B-Jugend der SG H2Ku im Spiel gegen die HSG Würm Mitte GB-Foto: Schmidt

Der GTÜ-Cup war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg für alle Beteiligten, obwohl es aufgrund des Unwetters einige Probleme gab. Davon ließ sich jedoch niemand wirklich beeindrucken. Die knapp 1 000 Spieler und Spielerinnen erst recht nicht.

Hochwasser - Das Dach der Längenholzhalle konnte den Regengüssen am Samstag nicht standhalten, was dazu führte, dass rund ein Drittel der Halle komplett unter Wasser stand. “Die Jungs und Mädels nahmen es mit Humor und rutschten auf Knien oder mit Socken auf dem Boden herum”, berichtet Heike Kuhn, Hauptorganisatorin der Bewirtung. Mit Humor konnte das Orga-Team das Malheur allerdings nicht nehmen, lange ging es um die Frage, wie das Turnier überhaupt weitergehen soll. Eine schnelle Lösung musste her und so rekrutierte der Hausmeister eine Putzkolonne, die mit einem Trockenabsauggerät in der Nacht die Tribüne und den Hallenboden so trocken bekam, dass das Turnier wie geplant fortgesetzt werden konnte.

Bayerische Sieger - Zwei Gewinner des GTÜ-Cups kamen dieses Jahr aus dem Freistaat Bayern. Der TSV Ismaning gewann den Pokal in der weiblichen B-Jugend im Finale gegen die Auswahl Südbadens mit 10:4 und musste so im kompletten Turnier nur eine Niederlage hinnehmen. Obwohl in der Vorrunde nur auf Rang vier gelandet, gelang dem TSV Allach 09 im Feld der männlichen A-Jugend der große Coup. Das Team gewann das Finale gegen den TSV Neuhausen/Filder klar mit 9:6. So wurden dieses Jahr zwei der begehrten Pokale in die Nähe von München gebracht.

Württembergischer Sieger - Aus dem Handballverband Württemberg schaffte es lediglich eine Mannschaft, den Titel zu holen. Die männliche C-Jugend der SG BBM Bietigheim konnte sich durchsetzen und gewann am späten Sonntagnachmittag gegen den HSC Schmiden/Oeffingen das Finale mit 13:8. Knapp vorbei schrammte die JSG Deizisau/Denkendorf am Turniersieg und unterlag der südbadischen Auswahl mit 6:7 im Finale. Ebenfalls haarscharf verlor die JSG Balingen/Weilstetten in einem packenden Finale gegen die HSG Mimmenhausen/Mühlhofen. Dieses Finale der männlichen B-Jugend konnte erst nach einer Verlängerung entschieden werden, da die JSG zum Schlusspfiff der regulären Spielzeit noch spektakulär ausgleichen konnte. Am Ende musste sie sich aber den Südbadenern mit 12:14 geschlagen geben. Sieger in der weiblichen A-Jugend wurde der TSV Birkenau. In einem hochklassigen Finale, in dem sich zwei Mannschaften aus der neuen A-Jugend-Bundesliga gegenüberstanden, setzten sich die Badener gegen das Team aus Aldekerk mit 11:9 durch.

Eingespieltes Team - Auch in diesem Jahr lief das hochklassigste Turnier in Süddeutschland wieder fast reibungslos ab. “Mit den Jahren sind wir als Team einfach eingespielter geworden”, meinte ein zufriedener Carsten Krebs, Chef des Organisatorenteams, am Sonntagabend. Das Auf- und Abbauen erledige sich von Jahr zu Jahr schneller, und auch auftretende Probleme würden ganz ruhig angegangen. Ein klein wenig Sorgen macht er sich nur um die Zukunft. “Der Nachwuchs fehlt bei uns im Moment. Dies sollte sich wenn möglich ändern, um den GTÜ-Cup auch in Zukunft stemmen zu können. Ein paar Nachwuchshelfer arbeiten jedoch schon fleißig mit.

Wie jedes Jahr wurde wieder ein Shuttle-Service eingerichtet. Dieser wurde von Youngster Felix Kuhn organisiert und durchgeführt. “Es wurde alles wieder super angenommen, wir hatten viel Spaß auf den Fahrten.” Spaß versprühte auch die Players-Night am Samstagabend, bei der Felix Kuhn und Steffen Gloger wieder einmal als DJs auflegten. “Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Ablauf des Cups und auch GTÜ gab schon die Zusage fürs nächste Jahr, wieder als Namensgeber und Sponsor zu fungieren”, freut sich Carsten Krebs.VANESSA FREY

Quelle: Gäubote (19.09.2013)

Aldekerk: Fahrt nach Herrenberg wird zur Odyssee

Veröffentlicht am 10. Sep 2013

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Handball: Der GTÜ-Cup der SG H2KU Herrenberg lockt hochklassige Mannschaften ins Gäu

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Jörg Hermes GB-Foto: Barth

Unter den 98 Mannschaften, die sich am vergangenen Wochenende in den Herrenberger Sporthallen und Schulen tummelten, befand sich dieses Jahr zum ersten Mal auch der TV Aldekerk. Knapp 450 Kilometer mussten die Trainer Michaela Hufschmidt und Jörg Hermes mit ihren beiden Mannschaften am Freitag zurücklegen, was sich als komplizierter entpuppte als anfänglich geplant.

Vanessa Frey

Geschlagene neuneinhalb Stunden war der Tross der weiblichen B- und A-Jugend des TV Aldekerk am vergangenen Freitag unterwegs, bis sie endlich den Weg ins Gäu fanden. An drei Ursachen konnte der Übungsleiter Jörg Hermes dieses zeitliche Dilemma festmachen: “Die Abfahrt hatte sich aufgrund einer Schulveranstaltung schon hinausgezögert. Dazu kam dann noch ein schweres Unwetter, das uns das Fahren sehr erschwerte. Die Krönung war jedoch ein Riesenstau zwischen Oberhausen, Köln und Frankfurt.” So kam es, dass der TV erst gegen 23 Uhr in Herrenberg ankam. “Unser Navigationssystem hat uns dann über etliche Landstraßen hierhergeführt und das ist bei Nacht wirklich überhaupt kein Spaß, es war eine echte Odyssee.” Bevor es dann zum Schlafen in das zugeteilte Klassenzimmer ging, wurden die angestrengten Gemüter von Spielerinnen und Trainern noch mit leckeren Schnitzeln aus dem Gasthaus Traube besänftigt. “Sie haben extra auf uns gewartet und waren wirklich unglaublich nett zu uns. Überhaupt sind alle bei diesem Turnier überaus freundlich und hilfsbereit”, meinte A-Lizenz-Inhaber Hermes. Dies, gepaart mit der unfassbaren Leistungsdichte beim GTÜ-Cup, veranlasste die beiden Verantwortlichen auch, den weiten Weg ins Schwabenland auf sich zu nehmen und ihre Mannschaften vor Rundenbeginn einem Härtetest zu unterziehen. “Mannschaften” ist dabei das Stichwort, denn Michaela Hufschmidt und Jörg Hermes betreuen im Normalfall die A- und B-Jugend parallel. “Unsere Mädels trainieren eigentlich immer zusammen. So haben wir uns ein gutes Grundgerüst geschaffen und können unsere Konzepte mannschaftsübergreifend voll durchziehen”, schildert die 43-jährige Trainerin die sportliche Situation des Vereins nahe der niederländischen Grenze. Ungeschickt nur, dass das Turnier der weiblichen B-Jugend in der Längenholzhalle stattfand, während die A-Jugend in der Markweghalle spielte. Also hieß es für den Realschullehrer und die Hausfrau, weiterhin im Auto zu sitzen und zwischen den Hallen hin und her zu pendeln. Als wären sie am Freitag nicht schon genug im Verkehr unterwegs gewesen. Für die beiden aber kein Problem, denn: “Wir sind einfach handballverrückt.”

Für Jörg Hermes ist Aldekerk mit seinen 2 500 Einwohnern eher ein “kleines gallisches Dorf”. Fast alles dort sei auf den Handball ausgerichtet, er selbst fahre fast jeden Tag von Düsseldorf 100 Kilometer zum Training und zurück. Große Anstrengungen werden dort im Westen also betrieben, die auch ihre Früchte tragen. In der letzten Saison wurde die weibliche B-Jugend deutscher Vizemeister. Unzählige Meisterschaften in den Weststaffeln wurden in der Vergangenheit gewonnen und werden wohl auch in Zukunft eingefahren werden.

Einen Titel konnten die Teams in Herrenberg zwar nicht gewinnen, sie schlugen sich jedoch beachtlich. Die A-Jugend, die in dieser Saison auch in der neu geschaffenen Bundesliga antritt, verlor im Finale knapp gegen den TSV Birkenau, während die B-Jugend einen guten dritten Platz belegte. “Man kann mit Sicherheit sagen, dass dieses Turnier zu den vier besten in ganz Deutschland gehört, wir wollten unbedingt hier mitspielen”, zeigt sich der 47-jährige Hermes begeistert. Als Michaela Hufschmidt sich nach der Siegerehrung bei Hauptorganisator Carsten Krebs bedankte, meinte sie scherzhaft: “Falls wir dürfen, kommen wir nächstes Jahr gerne wieder.” Vielleicht schaffen sie es dann ohne Odyssee vom gallischen Dorf ins Schwabenland.

Quelle: Gäubote (10.09.2013)