Jetzt wird auch in Gültstein Handball gespielt

Veröffentlicht am 09. Sep 2008

Gerrit Jung von der SG-A-Jugend beim Sprungwurf: Gegner beim GTÜ-Cup waren stark GB-Foto: Holom

Gerrit Jung von der SG-A-Jugend beim Sprungwurf: Gegner beim GTÜ-Cup waren stark GB-Foto: Holom

Es war ein Mammutturnier in jeder Hinsicht. Mit insgesamt 90 Mannschaften, rund 1000 Übernachtungsgästen und einem Spielbetrieb in parallel bis zu sechs Sporthallen ist die SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen am Wochenende in neue Dimensionen vorgestoßen. Mithin wurde aber nunmehr auch definitiv die Kapazitätsgrenze erreicht.
VON ANDREAS GAUSS”Stress ohne Ende” - mit drei Worten schrieb Turnierorganisator Carsten Krebs die Vorbereitungen auf den neunten GTÜ-Cup in Herrenberg und Umgebung. Krebs Diagnose: “So viel Baustellen wie diesmal haben wir noch nie angetroffen.” Das hat schon bei der Kreissporthalle angefangen, in der sich die Bodenbelags-Renovierung so lange hinauszögerte, dass vor rund vier Wochen plötzlich fieberhaft nach einer Hallen-Alternative gesucht werden musste. Krebs: “Was da Andrea Sattler vom städtischen Sportamt geleistet hat, war phänomenal.” Schließlich wurde noch die Nufringer Schwabenlandhalle aufgetan, was aber zusätzlichen logistischen Aufwand mit sich brachte. Carsten Krebs verdeutlichte dies am Beispiel der übernachtenden Mannschaften im Andreae-Gymnasium und in der Jerg-Ratgeb-Realschule: “Da fielen am Sonntagmorgen neun Fahrtziele an.” Auch hier hat die Stadt Herrenberg mit zwei zur Verfügung gestellten Kleinbussen den Turnierorganisatoren unter die Arme gegriffen.

Die zweite Baustelle war eben das Schickhardt-Gymnasium, das nicht für Übernachtungen genutzt werden konnte. Krebs: “Unser Heinz-Werner Seeck hat als Koordinator für die 70 Mannschaften, die empfangen und in die Klassenräume eingewiesen werden mussten, einfach Unglaubliches geleistet.” Check-In, Einsammlen der Kaution, Verteilen, Check-Out - Seeck dürfte mittlerweile jeden Zentimeter in den Schulen auswendig kennen.

Neuland wurde in Gültstein betreten, denn in der Ammertalhalle wurde erstmals auch Handball gespielt. Der traditionell dem Fußball verbundene Verein unter der Führung von Joachim Gauß übernahm zudem für die zwei Tage den Bewirtungsdienst, Krebs: “Die Kooperation hat vorzüglich geklappt.” Die erstmals veranstaltete Players-Night im Jugendhaus fand ebenfalls reichlich Anklang und fand gegen 1 Uhr nachts aufgrund des eingesetzten Shuttle-Verkehrs ein akkurates Ende.

Bei so viel Drumherum geriet das Sportliche fast schon in den Hintergrund. Das Ausscheiden aller SG-Jugendteams trug Carsten Krebs, er betreute ja selbst die weibliche A-Jugend in Gültstein, mit Fassung: “Das Niveau war enorm.”

Vor allem in der männlichen C-Jugend, in der die Turnerschaft Steinheim die Konkurrenz nach Belieben beherrschte, staunte der Turnierchef Bauklötze: “Körperlich und athletisch waren die um einiges ausgebildeter als der Rest.” Während die männlichen SG-Jugenden der einen oder anderen Mannschaft auf Augenhöhe begegnete, habe die SG im weiblichen Bereich, so Krebs selbstkritisch, “momentan nicht die Qualität.” So blieben nur kleine Erfolgserlebnisse übrig, da beispielsweise die weibliche A-Jugend im Gruppenspiel dem späteren Turniersieger BSC Kelsterbach ein 7:7-Remis abtrotzte (siehe dazu auch nebenstehendes Interview mit Jugendkoordinator Nico Kiener).

Quelle “Gäubote vom 09.09.2008″

Leave a Reply

Comment Spam Protection by WP-SpamFree